Doch auto-schweiz, die Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure, sieht sich darob nicht beunruhigt, denn sie weiss, dass die Kunden auf Dauer nicht auf die Kompetenz und die Dienstleistungen der offiziellen Markenvertreter verzichten wollen.
Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis bei Personen nach, die sich ihr Auto bei einem Parallelimporteur gekauft haben oder die sich auf eigene Faust als Direktimporteure betätigt haben, ob sie einen solchen Entscheid nochmals treffen würden. Und seien Sie dann nicht allzusehr erstaunt,wenn Ihnen ein eher verschämtes „Naja“ zur Antwort gegeben wird. Denn nicht wenige haben im Verlaufe des Autokaufs und in der Zeit danach festgestellt, dass der vermeintlich niedrige Preis nur die eine Seite der Medaille ist und dass sie, wenn sie mit sich ehrlich sind, zugeben müssten, dass ihnen verschiedene andere Faktoren die Suppe versalzt haben.
Beispielsweise die Tatsache, dass sie fortan keine Garage ihres Vertrauens mehr haben, in welche sie ihr Auto zusätzlich zu den regulären Service- und Garantieleistungen bringen können, wenn es beispielsweise kurz vor der Ferienreise noch eine dringende Reparatur zu erledigen gilt. Oder dass sie als Selbstimporteur an der Grenze merken mussten, dass 4 % Autoimportsteuer fällig sind.
Eine Erfahrung der unangenehmen Art ist auch fällig, wenn man glaubt, sein altes Auto wie gewohnt in Zahlung geben zu können: diese Dienstleistung gehört in aller Regel nicht zum Angebot der Parallelimporteure, ebensowenig natürlich die Bereitstellung von Vorführwagen für eine ausgiebige Probefahrt. Und wer sein Auto in der Folge selbst an den Mann oder die Frau bringen möchte, beispielsweise übers Internet, wird rasch merken, dass es längst nicht mehr so viel wert ist wie er geglaubt hat; die Neupositionierung der Neuwagenpreise und die diversen Rabattaktionen hatten bekanntlich den Nebeneffekt, dass bei Occasionen mit einem Wertverlust von durchschnittlich 10 bis 15 % gerechnet werden muss. Handelt es sich beim Gebrauchtwagen um einen Direktimport, fällt der Wertverlust laut Marktbeobachtern sogar noch deutlich grösser aus.
Die Liste der negativen Überraschungen ist noch nicht zu Ende. Der Schnäppchenjäger kann beispielsweise eine Bedienungsanleitung in kyrillischen Buchstaben im Handschuhfach vorfinden, weil das Auto ursprünglich für den ukrainischen Markt vorgesehen war und dann als überzählig in andere Länder abgeschoben wurde. Oder er merkt, dass die Werksgarantie schon seit 10 Monaten unerbittlich läuft, weil der Wagen im Ausland schon einmal zugelassen war.
Was der Käufer eines direkt importierten Autos wahrscheinlich noch nicht gemerkt hat, weil die Zeit dafür zu kurz war, ist der Umstand, dass er bei einem Schadenfall nach Ablauf der Garantiefrist keine Chance hat, bei jemandem Kulanz beantragen bzw. gewährt zu bekommen; diese kundenfreundliche Dienstleistung bietet – in Zusammenarbeit mit dem Generalimporteur - nur der offizielle Markenvertreter an.
Und schliesslich gibt es natürlich auch die Fälle, wo sich jemand zuwenig genau erkundigt hat und dann beispielsweise meint, für sein Schnäppchen gälten die selben Gratisservice- und Gratisreparatur-Servicepakete, wie sie bei den offiziell importierten Autos zum serienmässigen Lieferumfang gehören.
Das letzte Beispiel zeigt: Um viele der genannten Enttäuschungen wäre der Schnäppchenjäger herumgekommen, wenn er sich im Vorfeld besser erkundigt hätte. Aber leider hat er – anders als beim offiziellen Markenvertreter - niemanden gehabt, der ihn auf den einen oder anderen Fallstrick hätte aufmerksam machen können (bzw. wollen). Und es kommt sogar auch vor, dass gute Ratschläge in den Wind geschlagen werden, denn es ist nun einmal ein Fakt: die Aussicht, ein Auto zu einem scheinbar tollen Preis kaufen zu können, macht blind. Für negative Gedanken ist scheinbar in diesen Momenten einfach kein Platz.
auto-schweiz empfiehlt jedenfalls, vor dem Entscheid, ein direkt importiertes Auto zu kaufen, beim offiziellen Markenhändler vorbeizuschauen. Dort wird der Kaufwillige feststellen, dass der real existierende Preisunterschied zu einem offiziell importierten Wagen – wenn es denn überhaupt noch einen Unterschied gibt – nach der Preis-Neupositionierung bestenfalls noch drei, vier Prozentpunkte beträgt; immer vorausgesetzt natürlich, man vergleicht nicht Äpfel mit Birnen. Und diese geringe Differenz wird bei weitem überkompensiert durch das Dienstleistungsangebot und die Servicepakete der Markengarage.
Der Fall ist klar: der offizielle Importeur und sein Markenvertreter sind der einzig richtige Partner beim Autokauf. Sie verkaufen nicht nur ein Auto, sondern ein Gesamtpaket, das weit über den Moment des Autokaufs hinausgeht. Sie allein halten Ihr Auto verkehrstüchtig, kümmern sich um Rückrufaktionen, können Reparaturen auf Garantie oder Kulanz erledigen oder erinnern Sie an fällige Wartungs- und Servicetermine. Das Automobil ist ein Konsumgut, das gut und gerne 10 und mehr Jahre seinen Dienst tun muss, und dafür braucht der Käufer verlässliche Partner. Die Mitglieder von auto-schweiz, die offiziellen Importeure und ihre Markenvertreter, sind Garanten dafür.


